Nacht des Lebens 2019

Es ist eine ganz besondere Jugendveranstaltung, die die Communität Casteller Ring und die Abtei Münsterschwarzach jedes Jahr am 31. Oktober gemeinsam ausrichten: die "Nacht des Lebens".

Seit mindestens acht Jahren nehmen Jugendliche aus den evangelischen Gemeinden Rüdenhausen und Wiesentheid gemeinsam mit Pfarrer Martin Fromm an der "Nacht des Lebens" teil. Dabei ist das Echo jeweils sehr unterschiedlich – bei der Pfarreijugend und bei den verschiedenen Gruppen junger Menschen, die sich am Schwanberg einfinden. In "guten Jahren" kamen zwischen 100 und 150 Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Schwanberg, um die dunkle Nacht zu erhellen – von denen die Pfarrei Rüdenhausen/Wiesentheid ein gutes Dutzend stellte.

In anderen Jahren war die Teilnehmerzahl hier wie dort sehr viel geringer. Wer über einen langen Zeitraum zurückschaut, dem fällt allerdings etwas anderes auf. Der grundlegende Wandel der Veranstaltung hängt nicht mit der Zahl der Teilnehmer zusammen – ein Auf und Ab ist völlig 'normal' -, sondern mit der veränderten Altersstruktur: Waren früher die Erwachsenen als Aufsichtspersonen und Chauffeure der Teenager dabei, so stellen sie inzwischen die eigentlichen Teilnehmer und werden – aber auch nur manche! – von Kindern und Jugendlichen begleitet. Der Beginn in der erleuchteten Michaelskirche machte es möglich, alle zu zählen, die zur "Nacht des Lebens" 2019 auf den Schwanberg gekommen waren: 58 Personen, davon aber nur zehn unterhalb des Erwachsenenalters. Es wäre eine wichtige und lohnende Aufgabe der Jugendmitarbeiter der Pfarreien und Dekanate beider Konfessionen sich dafür einzusetzen, dass die "Nacht des Lebens" als Jugendveranstaltung erhalten bleibt.

Die Teilnahme an der „Nacht des Lebens“ hat in der der Pfarrei Rüdenhausen/Wiesentheid eine Besonderheit: Die Gruppe trifft sich nicht erst am Schwanberg, sondert startet ab dem Wiesentheider Gemeindezentrum. 13 Kilometer Fußmarsch sind es ab Wiesentheid zur Michaelskirche der CCR, der für zwei Picknickpausen unterbrochen wird. Wiener Würstchen und Minisalamis, Käse und Essiggurken, dazu Laugen- und Vollkornbrötchen und zum Abschluss Sesamriegel und Kuchen sorgen für das nötige Durchhaltevermögen.

 

Oben angekommen erhalten alle eine brennende Fackel, dann lässt man sich von Schwester Kathrin-Susanne und Pater Jesaja auf einen geistlichen Weg in fünf Stationen führen – mal wird schweigend Nacht, Wald und Feuerschein erlebt, mal wird singend durchs Dunkel gezogen, mal findet man sich mit einem Zufalls-Partner zu einem tiefen persönlichen Gespräch zusammen, dazwischen gibt es Impulse aus der Bibel und zeichenhafte Handlungen.

Erste Station ist ein Taufgedächtnis am Brunnen im Kreuzgang des Klosters, bei dem sich jeder mit dem kalten Wasser zeichenhaft bekreuzigt: Durch die Taufe bin ich ein geliebtes Kind Gottes, eine Schwester / ein Bruder Jesu. Den Abschluss bildet eine kurze Andacht am Kappelrangen mit der Möglichkeit zur Einzelsegnung. Die "Nacht des Lebens" vermittelt stets intensive Erfahrungen – der Einzelne lässt sich ein auf die Begegnung mit sich selbst, mit dem Anderen, mit der Gruppe und mit Gott. Thomas Vogel wundert sich, dass aus den umliegenden Gemeinden so wenige Pfarrer und Gruppenleiter mit ihren Jugendlichen teilnehmen: "Diese Wanderung kann doch auch zu einem Wir-Gefühl in einer vorhandenen Gruppe wie Konfirmanden oder Präparanden beitragen!"

Nach 6 Stunden und etwas über 20 Kilometern Wanderung kehrten alle müde und verfroren, aber auch erfüllt von Eindrücken mit dem Auto zurück – und zumindest für die erwachsenen Begleitpersonen ist klar: Nächstes Jahr wieder!

Text: Pfarrer Martin Fromm
Fotos: Thomas Vogel

Kontakt

Jugendarbeit der
Abtei Münsterschwarzach
Schweinfurter Str. 40
97359 Münsterschwarzach

P. Jesaja Langenbacher
Tel. 0 93 24/ 20 253
Fax 0 93 24/ 20 560
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Jugendhaus Münsterklause
Telefon: 09324/ 20 611

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!