Jugendseelsorge

Schön, dass du dich für die Jugendseelsorge interessierst. Ich bin P. Jesaja und seit 17 Jahren in der Abtei Jugendseelsorger. Auch wenn es in der Kirche manchmal nicht so aussieht, dass es um dich geht – die Rituale und die Sprache sind oft fremd, klingen alt und überholt – und sprechen dich oft nicht an.

Bei uns darfst du erst einmal einfach nur da sein. So sein, wie du bist! Das gilt für die Homepage, aber dann auch vor allem für unsere gemeinsamen Zeiten und Veranstaltungen, wie unsere Jugendvespern und Jugendkurse. Dass du so sein darfst, wie du bist, gilt auch für unser Gästehaus und natürlich, von Gott her gesprochen, überall!

Du bist von Gott so geliebt und angenommen, wie du bis heute geworden bist. Von Gott her wirst du von all deinen Gaben und Möglichkeiten her gesehen, Deinem Potential, zu dem du noch werden kannst, darfst und sollst: zu einem geliebten Kind Gottes. Das du auch schon bist.

Hier geht es um Dich!

Gerne lade ich dich ein, zu einer unserer Jugendvespern zu kommen. Oder du bleibst länger und erlebst Ostern, Pfingsten oder Silvester im Kloster.

Jugendseelsorge meint, dass es in der Kirche nicht nur um die „Erwachsenen“ geht, die sowieso „alles bestimmen“ und „besser wissen“. In der Jugendseelsorge bekommen die Jugendlichen und junge Erwachsene ihre eigenen Erfahrungs- und Gesprächs-Räume. Unsere Aufgabe ist es, erst einmal dir nur zu zuhören, dich ein wenig zu verstehen und dir zu helfen, deine eigenen Ressourcen zu entdecken.

Nach den Jugendvespern, in den Kursen oder im Gästehaus können die Gespräche (oder auch eine Beichte) sehr punktuell sein. Aber im Laufe der Zeit kann da plötzlich dein eigener Weg sichtbar werden.

Worum es geht

Im gemeinsamen Leben und Feiern geht es nicht nur um das, was wir an uns sehen und vielleicht auch in uns wahrnehmen. Unser ganzes körperliches Befinden, unsere Gefühle und Gedanken, sondern es geht auch um das, was wir nicht so alltäglich sehen und fühlen.

Seelsorge meint hier, auch die Sorge um die eigene Seele zu übernehmen, für unser tieferes Wesen: wir haben unseren Namen gehört und gesprochen als wir klein waren und haben das von uns gemeint, was wir bis dahin kannten. Dann später und heute haben wir unseren Namen gehört und gesprochen und meinen damit, der/die wir heute sind. Körperlich hat sich an uns in der Zwischenzeit alles verändert.

Wir sind nicht mehr die kleinen Kinder. Wir sind heute die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (oder auch schon etwas älter …), die wir eben sind. Alles Materielle hat sich verändert. Und doch gibt es einen Teil in uns, der ist geblieben, der wir sind. Das ist ein unsichtbarer Teil. Wir nennen ihn unsere Seele, oder unser eigentliches Selbst. Sich darum zu sorgen und zu kümmern ist ganz wesentlich, damit wir ein glückliches Leben führen können.

Komm vorbei - schau es dir an!

Alles, was zu diesem inneren Selbst, unserer Seele gehört, wollen wir kennen lernen helfen. Die Kirche möchte allen Menschen helfen, alles loszulassen, was nicht zu diesem Kern, unserer Personmitte gehört. Das geschieht vor allem in alten Ritualen wie in den Feiern in der Karwoche, in der wir das Geheimnis von Tod und Auferstehung Jesu feiern – und zwar so, dass wir uns ganz hineinnehmen lassen: alles von uns selbst loslassen, was nicht zu unserem Wesen gehört – um dann letztendlich ganz die und der zu sein, die oder der wir von innen, von Gott her, sind.

Ihr seid alle eingeladen, zu uns zu kommen und mit uns diesen spannenden Weg zu gehen, ganz bei sich, bei den anderen und bei Gott anzukommen. Das ist ein Weg, der manchmal auch schwer und anstrengend sein kann. Deshalb sind wir hier, um Euch dabei zu helfen. Sich selbst, anderen und Gott vertrauen lernen, sich, die anderen und Gott neu zu entdecken – jenseits der bisherigen Vorstellungen und dann auch die ureigene Lebensaufgabe zu finden und zu leben. Das wünsche ich dir und freue mich, wenn ich dich bei einer unserer Veranstaltungen kennen lernen darf.

Meine Arbeit als Schulseelsorger

Ich bin nicht nur als Jugendseelsorger für die Jugendarbeit der Abtei in Jugendvespern und Kursen verantwortlich, sondern auch Schulseelsorger an unserem Egbert-Gymnasium. In der Schulseelsorge geht es auch erst einmal nur um dieses "Da-Sein" für die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte, Schulleitung, Hausmeisterei und unsere Reinigungskräfte.

Es geht nicht nur um Probleme oder Herausforderungen, sondern auch hier um das Angenommensein, so wie ich bin. Für die fünften Klassen bedeutet das natürlich etwas anderes als für die Mittelstufe oder Oberstufe. Mein Büro in der Schule steht jederzeit für alle offen. Zum dasein, innehalten oder einfach mal rauslassen.

Auch einzelne Stunden, Projekttage oder die Schulgottesdienste gestalte ich gemeinsam mit einem Team der Schulseelsorge.

Neben einzelnen Stunden, die der Schulseelsorger hält, werden die Kirchenräume als eigene Herzens- und Seelenräume entdeckt, in den Gottesdiensten die Welt vor Gott gebracht und ausgehalten. Gerade in den Gottesdiensten, Meditationen, Gebeten geht es darum, Zugang zu dieser anderen Welt zu bekommen, die uns immer und von allen Seiten umgibt, wie die Luft, die wir atmen.

Gott nimmt uns alle Sorgen ab

Nennen wir diese Wirklichkeit „Gott“ oder „Liebe“ oder „Licht“, so geht es immer darum, dass wir das, was uns belastet, uns Sorgen macht, immer wieder an Gott abgeben dürfen. Gott nimmt uns diese Dinge auch ab. Und möchte uns für unsere alltäglichen Herausforderungen stärken, neue Lösungen anbieten und uns vor allem uns selbst und ihm näher bringen. Ein Leben in der Nähe unserer Quelle wird dann um ein Vielfaches leichter, als wenn wir uns mit allem selbst und ganz alleine abmühen müssen.

So ist die Schulseelsorge auch eine Einladung an alle, ganz zu den Menschen zu werden, als die Gott uns gedacht hat, ganz aus ihm und mit ihm zu leben.

Dass das gelingen möge, wünsche ich uns allen! Ich freue mich, dich und euch bald kennenzulernen.

Termine und Veranstaltungen

Kontakt

Jugendarbeit der
Abtei Münsterschwarzach
Schweinfurter Str. 40
97359 Münsterschwarzach

P. Jesaja Langenbacher
Tel. 0 93 24/ 20 253
Fax 0 93 24/ 20 560
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!